es ist dunkel, die erwartung auf das was folgt steigt. man sieht bilder, die einen beeindrucken. man ist gefesselt, wann geht es los, doch dann, fisch, alter fisch. man kann ihn förmlich riechen. altes fleisch oder frisches? keine ahnung, man hat nur den geruch von verwesung und fäulniss in der nase - halt, nein -- im kopf. man sieht eine marktfrau, die diese vermeinlichen lebensmittel feilbietet. man möchte von ihr nichts kaufen. ihre haare sind fettig, strenig und scheinen zu stinken. plötzlich krampft die stinkende marktfrau zusammen. sie gebährt ein kind, mitten auf den fischmarkt in paris. am 17. juli, 1738.
jetzt hören wir aus dem off die sonore stimme von otto sander. er wird uns 147 minuten die geschichte von jean-baptiste grenouille erzählen. man ist jetzt gefangen in einer dunklen stinkenden welt im 17. jahrhundert. man wünscht sich nicht weg, fühlt sich aber unsicher und ist froh, alles nur auf der leinwand sehen zu können. und was man auf dieser leinwand sieht ist groß. großes kino. die bildgewalt ist so mächtig, dass man teilweise nicht mitkommt, man lässt es einfach an sich vorbei ziehen und genießt die detailreiche und das wunderbare schauspiel von dem unbekannten briten ben whishaw. da er nicht sehr viel text hat, war es umso erstaunlicher zu sehen, mit welcher körpersprache er uns den dämon, den er in dieser rolle verkörpert, darstellt. auf eine liebenswerte art und weise aber geprägt durch die sucht nach dem perfekten duft. diese aufgabe bekommt ben whishaw grandios hin.weiterhin erwähnenswert ist die leistung von dustin hoffman, der den parfumeur giuseppe baldini verkörpert. er ist der meister von jean-baptiste und führt ihn in die kunst des "konservieren von düften" ein. desweiteren brilliert alan rickman als reicher kaufmann antoine richis in diesem epischen machwerk. sein arrogant-sympatischen charme lässt er auch hier wieder hervorragend zu tage kommen.

die geschichte hält sich sehr streng an die romanvorlage von patrick süsskind und ist ein weiteres kinohighlight des jahres 2006. endlich mal ein richtig guter deutscher film - wobei, so viele deutsche schauspieler spielen da nicht mit... gut oder schlecht? diese frage lasse ich offen und jeder kann sich seine meinung selber bilden.
und jetzt an alle filmkritiker, die diesen film als schlecht bezeichnet haben; ihr seid mitlerweile völlig realitäsfern und völlig krankhaft verbort, dass eure kritiken völlig lächerlich erscheinen. ein einspielergebnis von 950.000 zuschauern am startwochenende und somit der platz 1 der kino-rangliste spricht wohl nicht wirklich für die miesen kritiken, die ihr verfasst habt. am ende bestimmen die zuschauer, ob der film top oder flop ist und nicht die feinen berufsfilmschlechtmacher... -- das musste ich noch loswerden.
der film erhält von mir
4 von 5 möglichen punkten.
der eine fehlende punkt geht an steven spielberg. dem im abspann gedankt wurde - waruma auch immer...
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DIESER TEXT IST KOMMENTIER- UND
AUCH ALS KLINGELTON RUNTERLADBAR!
1 Kommentar:
Ich kann mir den Text noch nicht durchlesen, will erst den Film sehen!! Aber ich erwarte schon mit Spannung, ihn danach zu lesen!
P.S. Ich muss als Wortbestätigung Esel schreiben! Wie unverschämt!!!
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