Donnerstag, November 15, 2007

Warten auf Godot - oder so...

13. november. 6.00 uhr. der wecker. nein! nicht schon wieder! schlaftrunkend suche ich auf meinem großen gelben digitalwecker die snooze-taste. wie von geisterhand gelenkt finde ich sie. ruhe. ein leises klopfen auf dem fensterbrett. das leise ticken meiner armbanduhr die auf meinem nachtkästchen auf ihren neuen einsatz wartet. all das ist zu hören. 6.05 uhr. der gut programmierte ikea wecker lässt nicht locker. ich bringe ihn abermals zum schweigen. jetzt ist mein gehirn hochgefahren und fängt an zu funktionieren. scheiße! ich muss aufstehen!

die datenautobahn gehirn-rückenmark-diverse-glieder funktioniert noch nicht, wird aber geladen. 6.15 uhr. mein körper ist zu 90% hochgefahren. ich stehe auf, torkle schlaftrunken ins wohnzimmer und schalte das radio an. ein toller song läuft. in der küche wird die kaffemaschine einsatzbereit gemacht. noch ein halbe stunde...

7.00 uhr. frisch duftend und einsatzbereit für den tag warte ich auf ihn. ich lausche an der tür ob er zu hören ist. um 8.00 uhr muss ich auf arbeit sein. nichts. keine geräusche weit und breit. ich frühstücke. frischer kaffee, wasa knäcke mit selbstgemachter kürbismarmelade. viertel vor acht. er ist immer noch nicht da. um 8.00 uhr muss ich auf arbeit sein.

scheiße denke ich mir. dann gehe ich jetzt einfach. ziehe mich an, schließe die tür ab positioniere die ohrhörer in meine ohren, wähle in meinem iPod coco rosie aus und laufe das treppenhaus hinunter, immer wachsam, vielleicht begegne ich ihn ja. nichts, niemand. an der eingangstür angekommen lese ich mir noch mal genau den zettel durch.

oh man! morgen! morgen kommt er. der schornsteinfeger.




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Si tu savais...

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