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Dienstag, Juni 23, 2009

Eure kranken Gehirne sind zugeschüttet mit nichts als Scheiße.

THE LIMITS OF CONTROL USA 2009. R,B: Jim Jarmusch.K:Christopher Doyle. S: Jay Rabinowitz. M: Boris. P: Entertainment Farm, PointBlank Films. D: Isaach De Bankolé, Alex Descas, Jean-François Stévenin, Luis Tosar, Bill Murray, Tilda Swinton, Gael García Bernal, John Hurt u.a.
116 Min. Tobis ab 28.5.09


wenn die überschrift mal nicht polarisiert... nein nein lieber leser, dies ist ein zitat vom "amerikaner" aus "the limits of control". der amerikaner wird gespielt von dem wunderbar seienden bill murray. und da komme ich dann auch schon direkt auf den punkt. ich war letzten sonntag wieder mal im kino. zu dem ein paar zeilen weiter oben beschriebenen film. jim jarmusch, der könig des amerikanischen independent kino hat diesmal einen wirklichen kunstfilm geschaffen. der chefkritiker des "new york magazine", david edelstein meinte sogar, dass es der "leerste film, der je gedreht worden ist" sei. nun denn, nach dem ich den abspann fertig durchgelesen habe und dann in die realität entlassen wurde, habe ich mir seit langen wieder die frage gestellt, ob der regisseur mich gerade verarschen wollte. ich meine von david lynch kennt man das ja. da lässt man sich drauf ein und lässt sich fallen.

Worum geht's?
THE LIMITS OF CONTROL erzählt in betörend schönen, fast magischen Bildern die Geschichte eines geheimnisvollen Fremden (Isaach De Bankolé), der nach Spanien reist, um dort einen Auftrag zu erledigen. Welchen Charakter dieser Auftrag hat, bleibt zunächst im Dunkeln. Das Vorhaben des ebenso entschlossenen wie schweigsamen Mannes scheint sich allerdings nicht in legalen Bahnen zu bewegen. Manchmal hat es zudem den Anschein, als ob er selbst nicht genau wüsste, was er in dem fremden Land zu tun hat. Auf den verschiedenen Stationen seiner Reise durch Spanien trifft er auf einige mysteriöse Gestalten, die rätselhafte Botschaften für ihn bereithalten. Ist ihnen zu trauen? Während die Geschehnisse sich immer weiter verwirren und die Zusammenhänge immer unklarer werden, wächst auch das unheimliche Gefühl der Bedrohung mehr und mehr an. Wer oder was steckt hinter dem ganzen? Eine große internationale Verschwörung?


Worum geht's wirklich?
es ist einfach ein kunstfilm. der uns einfach mal wieder auf den boden zurück holen will. er will uns sagen, leute, ihr seid im kino. lehnt euch zurück und taucht in eine welt ein, fern von kriegen, gewalt, wirtschaftskriesen und soweiter. ergötzt euch an den bilder, an der tollen musik und lasst euch einfach wieder mal fallen.

Wermutstropfen
es ist gar nicht so einfach sich mal wieder fallen zu lassen. ist man doch von zu vielen filmen darauf dressiert, den film so wie er gezeigt wird an zu nehmen und so zu konsumieren, so wie der regisseur es erwartet.

nach ein paar nächte drüber schlafens, kann ich sagen, dass der film doch nicht so dämlich war, wie ich ihn anfangs einschätzte. dieser film ist wieder ein grund mehr, mehr filme im kino zu schauen um einfach mal das aktuelle leben auf stand by zu stellen und in ein anderes leben ein zu tauchen.
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Um einen Kommentar wird gebeten!

Dir, einen schönen Tag.

Donnerstag, März 05, 2009

DER VORLESER

The Reader. USA/D 2008. R: Stephen Daldry. B: David Hare. K: Roger Deakins, Chris Menges. S: Claire Simpson. M: Nico Muhly. P: Babelsberg International, SenfkornFilm, Mirage, Redmond Morris. D: Kate Winslet, David Kross, Ralph Fiennes, Lena Olin, Bruno Ganz, Jeanette Hain, Susanne Lothar, Matthias Habich, Jürgen Tarrach u.a.
124 Min. Senator ab 26.2.09



Michael ist 16, und sie ist viel älter als er. Eigentlich sollte aus dieser Begegnung, bei der sie ihm geholfen hat, als er sich vom Fieber geschüttelt im Treppenhaus übergab, nicht mehr werden, denn im Deutschland der 1950er Jahre ist selbst die Beziehung zwischen gleichaltrigen Jugendlichen der strengen Überwachung der Eltern ausgesetzt. Trotzdem bleiben sie in Kontakt und treffen sich heimlich, lieben sich und hören die Geschichten, die er ihr vorliest. Bis sie eines Tages spurlos verschwindet und er sie erst im Gerichtssaal wiedersieht, er als Student, sie als Angeklagte. Es ist das Jahrzehnt der Aufarbeitung alter Nazi-Verbrechen; Hanna wird vorgeworfen, als Aufseherin eines KZs auf einem Gefangenentransport die Häftlinge in eine Kirche eingesperrt und verbrannt zu haben.


Kate Winslet macht einfach immer alles richtig. Sie ist eine schöne intelligente Frau die einfach alles kann. Am besten kann sie mit ihren Filmen verblüffen in welchen sie jedes mal eine neue Facette ihres Können preis gibt. In "Der Vorleser" spielt sie einfühlsam aber hart. Und genau diesen Gegensatz macht es, was sie so geheimnisvoll macht. Ihre Art zu spielen ist umwerfend brillant. Mit einer Leichtigkeit ohne auf den Geist zu gehen.

David Kross ist ja gerade in Deutschland bekannt geworden durch den Film "Krabat" und ist jetzt auch über die Grenzen Deutschlands hinaus wohl etwas bekannter. Die amerikanische Werbeindustrie für Filme forciert ja eher Ralph Fiennes als David Kross, da man Herrn Fiennes ja dort eher kennt, was aber dumm ist, da David Kross mehr für den Film getan hat als Ralph Fiennes, der lediglich - und das ist meine Meinung - eine Nebenrolle spielte. Sehr beeindruckt über das Spiel von David Kross war ich auch. Er schafft es jugendliche Naivität und Erwachsene Reife zu zeigen. Hoffentlich wird er, wie es ja all zu gerne gemacht wird, nicht gebrandmarkt als der Typ der mit Kate Winslet rumgemacht hat, sondern als der Typ, der einfach so in einem Hollywoodfilm mitspielte und das ist der Punkt, der mir komisch erscheint. Die ganze Zeit hatte ich das Gefühl, einen deutschen Film zu sehen, der mit zwei, drei amerikanischen Schauspielern besetzt war. Ist dieses Gefühl jetzt gut oder schlecht?

Fazit: Das sensible Spiel der beiden Hauptdarsteller und die Geschichte die die beiden verbindet, ist kraftvoll und mitreißend und macht wett, dass es sich um eine Literaturverfilmung handelt, welche die meisten Schüler in Deutschland kennen dürften, denn "Der Vorleser" von Bernhard Schlink wird dort als Geschichtsaufbereitung "durchgenommen". Alles in allem ist dieser Film sehenswert ohne kitsch und chi-chi. Geradlinig und sehr kurzweilig.

Der Film bekommt von mir 4 von 5 Punkten.
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Dir, einen schönen Tag.

Donnerstag, Februar 19, 2009

Revanche

A 2008. R,B: Götz Spielmann. K: Martin Gschlacht. S: Karina Ressler. P: Prisma Film- und Fernsehproduktion, Spielmann Film. D: Michael-Joachim Heiss, Johannes Krisch, Andreas Lust, Irina Potapenko, Ursula Strauss, Johannes Thanheiser u.a.
121 Min. Movienet ab 12.2.09





Alex hackt Holz. Immer mehr. Immer öfter. Immer schneller. Es ist wahrscheinlich die subtilste und gleichzeitig die genaueste Charakterbeschreibung, die Götz Spielmann mit diesem mehrfach wiederkehrenden Bild in seinem neuen Film Revanche von seinem Protagonisten Alex liefert. Der Mann mit der Axt ist so kalt wie gutherzig, so brutal wie liebevoll: Denn das Holz, das er voll Inbrunst und Aggression zerlegt, wird seinen alternden Großvater im Winter wärmen – zumindest ist es dafür bestimmt.

Jene Widersprüche eines Mannes zwischen vierzig und fünfzig Jahren legt der Film allmählich frei. Dabei erscheint Alex zunächst jedoch alles andere als ambivalent. Er hat ein klares Ziel und eine klare – wenn auch irrwitzige – Vorstellung davon, wie er dieses Ziel erreichen will: reißausnehmen aus dem Wiener Rotlichtmilieu, in dem er als rechte Hand eines Zuhälters und seine Freundin Tamara als Prostituierte arbeiten. Ein Banküberfall soll die Flucht finanzieren.

Während Alex eine Bank in der österreichischen Provinz nahe seines Heimatdorfs leerräumt, fällt seine ukrainische Freundin dem tumben Dorfpolizisten Robert auf. Als Alex zum Wagen zurückkehrt, hat der Polizist sie bereits in ein Gespräch verwickelt. Alex bekommt Panik, der Polizist feuert auf den Fluchtwagen, Tamara verblutet auf dem Beifahrersitz.

Ausbrechen wollte er, eingebrochen ist er. Wie gelähmt verläßt Alex die Landstraße und steuert den Wagen in die dichten Wälder seiner Kindheit. Er findet Unterschlupf auf dem Bauernhof seines alternden Großvaters und hilft ihm, den heruntergekommenen Hof in Schuß zu halten. Ob sein Ausbruchsversuch wirklich gescheitert ist, darauf will Spielmann keine eindeutige Antwort geben. Viel eher zeigt er, wie sich Alex immer tiefer in den Wäldern seiner Kindheit verirrt und dabei bis ins Schlafzimmer der Supermarktkassiererin Susanne vordringt, in dem er sich vor einem Mann verstecken muß, vor dem er schon einmal geflohen ist.

Zu aller erst, diesen Film sollte man nicht sehen, wenn man sich einen schönen Kinoabend machen will! UND, dieser Film ist ein Kritikerfilm und sollte nicht von Leuten geschaut werden, die auch zu Rambo, Harry Potter, Pixar Studios Animierte Filme und also zu den typischen Popcorn & Nacho-Mampf Filmen gehen. 

Es handelt sich hier um einen ruhigen, langatmigen, schier endlos scheinenden Film. Der aber, durch seine clevere und intelligente Story brilliert. Da es sich um einen Österreichischen Film handelte, kann ich zu den Schauspielern nix sagen, da ich keinen einzigen kannte. Was dies aber keinen Abbruch tut, denn gerade solche Filme sind meist besser als solche, wo ein Star nach den anderen mitspielt, aber diese halt nur auf Grund ihrer Bekanntheit, weniger aber ihrer Schaupielerischen Leistung mitwirken dürfen. 

Der Regisseur und dessen Kameramann zeigen uns Bilder, die man so schnell nicht vergessen wird. Von Modern bis hin zu Uralt, von schön bis hässlich, von Stadt bis tiefstes Einöd und vom Spießerberuf bis hin zur Nutte werden uns alle Facetten des Menschlichen Seins aufgezeigt. 

Fazit: Dieser Film ist kein Film für mal ebenso, dieser Film ist für Kritiker und für Filmliebhaber, die einmal etwas anderes, etwas ruhiges sehen wollen, aber nicht etwas, was ins künstlerische abtreibt. 

Der Film bekommt 3 von 5 Punkten.

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Dir, einen schönen Tag.

Dienstag, Februar 17, 2009

Achtuhrzehn

as long ago as 1860 it was the proper thing to be born at home.
at present, so I am told, th high gods of medicine have decreed
that the first cries of the young shall be uttered upon the
anesthetic air of a hospital, preferably a fashionable one. so
young mr. and mrs. roger button were fifty years ahead of style
when they decided, one day in the summer of 1860, that their first
baby should be born in a hospital. whether this anachronism had
any beargin upon the astonisching history I am about to set down
will never be know...

der film ist ja sooo genial aber auch episch lang! vom prinzip her so aufgebeut wie "titanic" aber, wie ich finde, um weiten besser und nicht so kitschig! da war es nur logisch (meinerseits), das buch zu lesen, welches david fincher als vorlage diente. also, bei amazon bestellt und als ich das päckchen durch den postboten ausgehändigt bekam, war ich ein wenig irritiert. als ich es dann aufmachte, war da in meinen augen eine broschüre,  denn ein buch drin? bis ich herausfand, dass "the curious case of benjamin button" ja eine kurzgeschichte ist. und war dann noch mehr begeistert, was aus der geschichte in filmischer hinsicht gemacht worden war. 

the curious case of benjamin button by f. scott fitzgerald
bn publishing
isbn 1-60796-071-0

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Dir, einen schönen Tag.

Mittwoch, Dezember 17, 2008

Der Tag an dem fressen im Kino verboten wird.

kinokritiken zu schreiben ist manchmal total easypeasy und manchmal total schwierig und manchmal auch echt doof. und kinokritiken lesen ist manchmal genauso. vor allem wenn man denkt, ein oder zwei lieblingskritiker zu haben. da sollte es auch so sein, wie, wenn man eine lieblingsfussballmanschaft hat, der man bedingungslos sei
ne fanliebe zollt. 

aber was macht man, wenn der kinokritiker einen wir
klich guten film in der luft zerreißt? ein kleiner faux pax seinerseits? darf man das durchgehen lassen? ich weiß es nicht... wobei, ich mochte eigentlich knut elstermanns kritiken nicht wirklich. er arbeitet bloß beim richtigen radiosender und das soll ihn sympathisch machen? hmm.. wie unterbewusst man doch beeinflusst wird. 

gerstern war ich mal wieder im kino. zu einem mittelmäßig guten film. ein film, wo eigentlich alles irgendwie stimmig war. bis auf den schauspielter, der a
uch wie kevin spacey jedesmal den selben chrarakter spielt, jedesmal genauso spielt also brauch man sich keine sorgen machen. was ich aber immer wieder furchbar finde, die nachomitwarmenkäseodersalsakauende idioten im kino! das schwarze dreieck mit den knusperdreck riecht zwar, wenn es gereicht wird ganz appetitlich, aber sobald es in den verfressenden schlund geschoben und verdaut wird, entwickelt es ein unbehagen, ein gestank welchen man sofort den gar ausmachen will. 

ich wünschte mir, die nachokauer würden aufhören zu atmen, damit dieses odeur in ihrem mund bleibt und nicht unter meine nase lang stinkt. und viele menschen sind ja mit der gabe des beim kauen den mund offe
n lassens gegeben, so dass man, gott sei dank, nur am anfang des films, ach was sag ich, währen der werbung, mordgedanken pflegt. warum muss ich ins kino gehen um zu essen? das zeugt doch nur davon, dass einem langweilig sein wird und um diese langeweile zu überbrücken muss gefressen werden?! 

ich finde, wenn man sich einen bonbon in den mund schiebt oder vielleicht ein gummibärchen - ohne tüte rascheln!!! dann ist das ok, aber das laute gekaue und der gestank von diesem nachodreck müsste verboten werden! irgendwann werden, wie in grauer urzeit, noch hänchenschenkel gereicht! 

achso, ich war übrigens zu: "der tag, an dem die erde still stand". ein guter film. tolle effekte, interessante story. gut und ansehbar! 

3 von 5 punkte.



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Montag, Dezember 01, 2008

1. Dezember 2008

ich habe es satt mich zu rechtfertigen für dinge die ich mache oder nicht mache. deshalb habe ich mir überlegt, einfach zu versuchen jeden abend ein posting zu schreiben. so wie ein tagebuch und so wie ein blog im web gedacht ist. blos halt nicht zu speziell, denn ein tagebucheintrag ist ja doch viel intimer als hier ein blogeintrag.

gestern nachmittag war ich im kino zu "parlermo shooting", welches, wie ich finde ein sehr sehens- und hörenswerter film ist. obgleich er von vielen filmkritikern belächelt wurde, ist er ein wirklich toller, tiefgründiger film, der zu verzaubern vermag. klar, wenn ich für filme schauen kein geld bezahlen muss, kann ich auch arrogant über filme her ziehen. viel wichtiger ist es, dass es dem publikum gefällt und nicht den herrn kritikern. denn ich meine, was war denn bitte an "no country for old men" so grandios? gut, er hatte ein paar gute schauspieler und die synchronisation war eben besser als die von campino, der sich selber spricht. aber im grunde war es eine schwachsinnige story - sorry liebe coen brüder! und damit habe ich auch gleich den spagat zu meinem lieblings langweilerfilm des jahres geschafft! ich bin leider beim neuen james bond eingeschlafen und habe mir so sehr gewünscht bei dem besagten film auch schlafen zu können, aber leider hat er mich so wütend gemacht, das ich nicht zum schlafen kam. demnächst werde ich meine kinoliste von diesem jahr veröffentlichen und natürlich wertenderweise punkte verteilen. 

hui.. das tat gut!
ich hoffe bis morgen...


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Donnerstag, Januar 17, 2008

Control

GB/USA 2007. R: Anton Corbijn. B: Matt Greenhalgh. K: Martin Ruhe. S: Andrew Hulme. M: Joy Division, New Order. P: Momentum Pictures, Becker Films International u.a. D: Sam Riley, Samantha Morton, Craig Parkinson u.a.
121 Min. Capelight ab 10.1.08



Worum geht's?
Ian Curtis (SAM RILEY) ist 19 Jahre alt, als er Debbie (SAMANTHA MORTON) kennen lernt. Wenig später sind sie verheiratet und bekommen eine Tochter. Curtis stößt als Sänger zu der Band Joy Division, die er mit seiner ominösen Stimme und seinem düsteren Charisma schnell zum Geheimtipp auch außerhalb seiner Heimatstadt Manchester macht. Doch er kommt mit der Aussicht auf schnellen Ruhm nicht zurecht. Eine Affäre mit der Journalistin Annik (ALEXANDRA MARIA LARA) beschleunigt das Ende seiner Ehe und verstärkt seine Schuldgefühle. Epileptische Anfälle und eine schwere Depression lassen Curtis’ Abstieg in seine persönliche Hölle eskalieren. Am Abend vor der ersten Amerika-Tournee fasst er einen folgenschweren Entschluss...

Worum geht's wirklich?
Als sich Ian Curtis entschloss sich von der Welt zu verabschieden war ich gerade mal 2 Jahre alt und hatte noch keine Ahnung wer oder was Joy Division ist. Die Band hörte ich erstmalig auf den sehr toll seienden Soundtrack zu "Trainspotting". Ich nahm die Band zwar wahr aber nicht vorrangig, eher unterbewusst. Dann wurde sie mir näher gebracht auf der DVD von Anton Corbijn "The work of director Anton Corbijn". Als ich dann erfuhr, dass Anton seinen ersten Film dreht und es dabei um den Frontmann von Joy Division geht wurde ich schon hellhöriger. Nicht wegen Joy Division, vielmehr wegen Anton Corbijn, weil ich seine Musikvideos und seine genialen Photographien sehr mag und schätze. Alles in allem schaute ich mir "Control" mehr aus der künstlerischen Sicht an, weniger aus der Sicht des Joy Division Kenners.

Als im Abspann dann von The Killers "Shadowplay" gespielt wurde, wurde mir erst klar, wie toll ich doch Joy Division und deren Musik finde und ärgerte mich, dass ich die Band nicht schon viel eher so toll fand! Das nun zu Joy Division...

Nun zum eigentlichen, zum Film. Die Story an sich wird hinlänglich bekannt sein. Aber die Art des Filmes ist beeindruckend. Der ganze Film ist in Schwarz/Weiß und teilweise sehr grobkörnig, was auf Anton Corbijn schließen lässt, der auch in seinen Photographien mit einem hohen ISO S/W Film photographiert. Die Musik war auch einmalig und ja - passend! Mehr dazu, unten. Wenn man währen des Films das Bild eingefroren hätte, hätte man bei jeder Szene ein Photo machen können. Es war alles perfekt, Licht, Atmosphäre und Szenerie. Schauspielertechnisch kannte ich niemanden außer Alexandra Maria Lara, sie auch nur vom Namen her. Und sie spielten alles sehr sehr toll! Unter anderem hatte auch Herbert Grönemeyer einen Cameo Auftritt! Und ich denke, einen sehr guten Auftritt!

Fazit:
Dieser Film ist ein Kunst- und Meisterwerk! Wer den Sound von damals und Joy Division, David Bowie und Co. nicht mag, sollte sich den Film wohl eher nicht anschauen. Alle anderen sei dieser Film wirklich an's Herz gelegt! Er ist einmalig!!

Ich geben den Film 5 von 5 Punkten.

Der Soundtrack:
Der offizielle Soundtrack zum Film ist auch sehr gelungen! Hier die Tracklist:

01: Exit - New Order
02: What Goes On - The Velvet Underground
03: Shadowplay - The Killers
04: No Love Lost - Joy Division
05: Dead Souls - Joy Division
06: She Was Naked - Supersister
07: Sister Midnight - Iggy Pop
08: Love Will Tear Us Apart - Joy Division
09: Problems (Live) - The Sex Pistols
10: Hypnosis - New Order
11: Drive In Saturday - David Bowie
12: Evidently Chickentown (Live) - John Cooper Clarke
13: 2HB - Roxy Music
14: Transmission - Joy Division
15: Autobahn - Kraftwerk
16: Atmosphere - Joy Division
17: Warszawa - David Bowie
18: Get Out - New Order

Hörproben hier

Ich denke zu der Musikauswahl brauche ich nicht viel zu sagen! Bis auf Kraftwerk, welcher der langweiligste und völlig unpassendste Track ist, sind alles sehr tolle Titel und spiegeln den Film in all seinen Facetten wider. Schön ist auch, dass einige Mono- oder Dialoge aus dem Film mit enthalten sind! Wie auch der etwas gestört wirkende John Cooper Clark...

Fazit:
Film und Soundtrack sind sehr hörens- und sehenswert und es bedarf bei beiden des Kaufes!

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Donnerstag, Dezember 13, 2007

Meine Filme 2007.

03.01. - Babel ••••
06.01. - Princesas ••••
16.01. - Mein Führer •
24.01. - The Fountain •••
27.01. - Als das Meer verschwand •••••
11.02. - Sie sind ein schöner Mann ••
25.02. - Der gute Hirte •••
28.02. - Pan's Labyrinth ••
13.03. - The good German •••••
18.03. - Das wahre Leben ••••
25.03. - Bobby •••••
31.03. - Mr. Bean mach Ferien ••
18.04. - Sunshine ••••
21.04. - Sunshine ••••
04.05. - Little Children •••••
15.05. - Das Mädchen, das die Seiten umblättert ••••
23.05. - The Queen ••••
02.06. - Zodiac •••••
10.06. - Ocean's 13 •••
17.06. - Irina Palm ••••
04.07. - Dunkelblau, fast Schwarz •••••
24.07. - Death Proof ••••
03.08. - Transformers •••
06.08. - The Simpson's the Movie ••
25.08. - Zusammen ist man weniger allein ••••
30.08. - Hallam Foe •••••
25.10. - Trade •••••(•)
27.11. - Schöner Leben •••••

-- Legende --
•••••(•) Film Highlight
••••• Top Film
•••• Sehr Sehenswert
••• Popcorn Kino
•• Unterhaltsam
• Leider durchgefallen



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Mittwoch, November 28, 2007

Schöner Leben

Schöner Leben D 2007. R: Markus Herling. B: Markus Herling. K: Peter Steuger. S: Anna Kappelmann. M: Benni Reimann. P: Fado Film (Berlin). D: Karin Düwel, Klaus Gehrke, Susanne Ugé 106 Min. farbfilm verleih ab 15.11.07



Inhalt:
Heiligabend in Berlin: Zufällig kreuzen sich die Wege ganz unterschiedlicher Menschen. Da ist Elke (Susann Ugé), eine allein erziehende Mutter, die Einiges auf sich nimmt, um ein Versprechen, das sie ihren Kindern gegeben hat, einzulösen; ein Vater (Hans Klima), der aus Schamgefühl versucht, sich vor dem alljährlichen Treffen mit seinem Sohn (Andreas Guenther) zu drücken; der Schauspieler Alwin (Max Herbrechter), der nach einem enttäuschenden Casting sein Talent unter kuriosen Umständen in der Öffentlichkeit herausfordert; ein Weihnachtsmann, der Schnäppchenmärkte ausraubt und Weisheiten übers Leben hinterlässt; der verwitwete, mürrische U-Bahnfahrer Otto (Klaus Gehrke), dem entgegen seiner Prinzipien, die vitale Reinigungsmittelvertreterin Sieglinde vor die Nase gesetzt wird; und da sind noch Joseph (Pasquale Aleardi) und Maria (Isabella Parkinson), die sich Monate nach ihrer Trennung plötzlich gegenüberstehen. Sie alle sollen an diesem Heiligabend in Berlin ganz überraschend feststellen, dass es Hoffnung gibt, wo man sie gar nicht vermutet ...

Kritik:
Dieser Film ist einfach wunderbar. Sehr scharf gezeichnet, emotional und Wirklichkeit widerspiegelnd. Hier wird einem ein Film vor die Nase gesetzt, der zwar typisch für den deutschen Film ist, also, sehr realitätsnah, aber bei diesem Film wird noch eins drauf gesetzt. Man kann sich in jeden der vielen Protagonisten hineinfühlen. Im laufe des Films hegt man die gleichen Hass-, Glück- und Liebesgefühle. Diese Emotionalität trägt auch ein Großteil durch die Kameraführung bei, welche im sogenannten Dogma-Stil dem Zuschauer präsentiert wird. Erwähnenswert sind auch die Off-Sprecher. Nicht wie sonst erzählt uns eine schön klingende Stimme den Film, nein, bei "Schöner Leben" lässt man einfach einen Radiosender im Hintergrund laufen. Und nicht irgendeiner, sondern DEN Radiosender aus Potsdam. Radio eins. Der Clou ist, dass die Musik, die sonst mehr oder wenig im Hintergrund zu hören ist, als Radiosendung wahrgenommen wird. Sie ist da, aber man ignoriert sie oder man hört ihr leidenschaftlich zu... Dieser Film ist für all die jene, die es satt haben, Filme sehen zu müssen, wo einem alles erklärt wird. Wo Schauspieler sich um Kopf und Kragen spielen, nur um Anerkennung zu bekommen und für all die, die frische, unverbrauchte und doch begabte Schauspieler sehen wollen und nicht die vermeintliche Elite, die sonst in jeder deutschen Produktion (leider) zu sehen ist.... und natürlich nur für Erwachsene.

Ich gebe den Film 5 von 5 Punkten.


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Freitag, Oktober 26, 2007

Trade

Trade. USA/D 2007. R: Marco Kreuzpaintner. B: José Rivera, Peter Landesman. K: Daniel Gottschalk. S: Hansjörg Weißbrich. M: Jacobo Lieberman, Leo Heiblum. P: Claussen + Wöbke u.a. D: Kevin Kline, Alicja Bachleda, Paulina Gaitan u.a.
120 Min. Fox ab 18.10.07



Nachdem Marco Kreutzpeintner einen traurig schönen Sommersturm inszenierte ruhte er sich nicht auf seinen Lorbeeren aus. Er ging nach Hollywood und drehte dort einen Film, den man mit Fug und Recht zu dem Filmhighlight des Jahres küren kann und sollte. Das Thema ist keine seichte lieblos dahin gefilmte Geschichte. Hier geht es direkt dort rein wo es weh tut, unter die Haut ins Herz, in die Magengegend. Es geht um Menschenhandel und Zwangsprostitution in Amerika.

Über den Film, den Sinn oder Unsinn, diesen gedreht zu haben, zu referieren verkneife ich mir. Die Tatsache, das ein so brisantes Thema Einzug ins Kino hält, müsste auch den letzten Ignorant aus den Sessel aufrütteln. Die gezeigten Bilder werden durch eine subtile Kameraführung so eindringlich aufgefangen, dass man nicht eine Minute versucht, sich mit etwas anderem abzulenken, wie Pop Corn kauen oder rum knutschen. Wenn der Spannungsbogen schon so weit gedehnt ist und man auf die Auflösung hofft, wird diese noch um eine Nuance überdehnt und es trifft einen wieder wie einen Schlag ins Gesicht.

Die sehr intime Kameraführung, die Musik, die Story - all das ergeben einen sehr großen Film mit einem Tiefgang der seinesgleichen sucht.

Diesen Film bedarf es mehr Aufmerksamkeit. Denn, wer nach dem schauen des Films nicht in irgendeiner Weise versteinert noch nach dem Abspann im Sessel sitzen bleibt, der hat nichts gelernt.

Ich gebe den Film 5 von 5 Punkten. Und erkläre ihn, zu meinem Filmhighlight 2007.

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Freitag, August 31, 2007

Hallam Foe

Hallam Foe ist ein Einzelgänger und Sonderling der nach dem Unfalltod seiner Mutter die Menschen nur noch mit Abstand und mit dem Fernglas beobachten kann.
Dann sieht er in Edinburgh ein Mädchen, das seiner Mutter unglaublich ähnlich sieht und wird zu einem über die Dächer der Stadt kraxelnden, obsessiven Spanner...

Regie: David Mackenzie
Darsteller: Jamie Bell, Sophia Myles, Ciarán Hinds u.a.



Mein Wertung, kurz und schmerzlos:

Toller Film, tolle Bilder, tolle Schauspieler, tolle Musik.

Meine Wertung:
5 von 5 Punkten.

Hier noch eine Rezension von Ronald Blum, der ich uneingeschränkt zustimme:


FilmFritz Ronald Bluhm über den Film:
„Hallam Foe“ ist ein so schöner, wie recht sonderbarer Film, der mindestens ebenso so schwer zu charakterisieren ist, wie die überaus eigenwillige Hauptfigur im Zentrum des hübsch unberechenbaren Geschehens – was den Film allerdings ungemein reizvoll macht.
Teils Liebesgeschichte und teils Psychodrama, ein bisschen Märchen mit dennoch überraschend wahrhaftigen Figuren – Jamie Bell spielt hier nach „Billy Elliot“ seine sicherlich zweitbeste Rolle - sein voyeuristischer Klettermaxe gehört zu den berührensten Filmfiguren dieses Kinojahres.


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Dienstag, August 07, 2007

The Simpson's - The Movie

Ich werde nie wieder Filmkritiker glauben schenken. Gut, das mache ich sonst auch nicht, aber diesmal war ich erstaunt, dass sie alle wohlwollend über diesen Film rezensierten.
Wahrscheinlich wollte sie das Heiligtum "The Simpson's" nicht schlecht machen, wie man auch nichts gegen die Kirche und Gott sagen darf.




Fakt ist aber, der Film war nur eine mittelmäßige, aufgeblasene Kinoversion einer normaler Folge, die man unter umständen weggeschalten hätte. Leider konnte ich überhaupt nicht viel lachen. Der bekannte Humor, die Seitenhiebe auf Amerika hätten mehr und toller sein können, fielen hier nur wenig und schwach aus. Positiv bewerte ich, dass endlich mal Tom Hanks als Arschloch gezeigt wird, yeah!

Schade, ich habe mehr erwartet.

2 von 5 Punkten.
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Mittwoch, Juli 25, 2007

Urban Legends

Josh: Hey, habt ihr von dem Typen aus Austin gehört?
Michael: Was für'n Typen?
Chad: Na der, der mit diesem hammermäßig endsgeilen Dodge Charger, der auf der Motorhaube einen Totenschädel hat.
Josh: Yeah! Und es wird erzählt, dass er es auf geile junge Bräute abgesehen hat.
Michael: Na und, ich auch ?! Was soll das?
Chad: Der Typ ist ein Opa!
Michael: Hugh Hefner auch!
Josh: Ja, aber der Vögelt die der Reihe nach durch, und killt sie nicht hinterher!
Chad: Genau! Der Typ lockt sie in sein Auto und killt sie dann! Ohne sie zu vögeln...
Michael: Wow, klingt ja total crazy! Los, lass uns was essen gehen. Fahrt dort vorn mal ran!
Josh: Nein nein nein.. das ist war! Sein Auto ist so gut wie nicht zerstörbar. Er hat so eine Zellen neben sich, wo er sie reinsetzt. Die Bräute sind nicht angeschnallt und fliegen dann quer durchs Auto.
Michael: Aha... und warum macht der das?
Josh: Weil er ein Psycho ist! Der ist völlig durchgeknallt!
Michael: Ich habe hunger!
Chad: Ich auch, los halt dort vorne an.

Hi ihr süssen, was darfs sein?

Josh: Ich nehme eine Cheesburger, Fritten und eine Pepsi.
Chad: Die haben hier doch keine Pepsi!
Josh: Haben Sie Pepsi?
Marita: Klar haben wir Pepsi! Was soll die Frage? Willst du jetzt was bestellen Schätzchen?
Michael: Ich nehme eine Salami Pizza mit Sardellen und eine Limonade.
Chad: Pussie! Eine Limonade! Und dann noch eine Erdbeereis?
Michael: Fuck you!
Marita: Und du süsser?
Chad: Ich nehme einen Kaffee.
Marita: Und zu essen?
Chad: Was können Sie denn empfehlen?
Marita: Hey, wir sind hier kein fünf Sterne Restaurant! Da ist eine Karte, such dir was raus, ansonsten bekommst du dass, was der Typ von vorhin nicht aufgegessen hat! Alles klar?!
Chad: Hey hey hey, Marita! Ganz ruhig! Ich nehme eine große Portion Fritten!
Marita: Sonst noch was?
Chad: Und den Kaffee

Josh: Leute leute leute!! Oh mein Gott, schaut mal nach draußen!! Das ist er, dass ist dieser verrückte mit seinem Auto!!!
Chad: Das ist doch nur ein Spinner, der sein Auto so gepimpt hat! Bestimmt stand MTV vor seiner Tür und hat seine Rostlaube angepinselt und überteuerten Elektronikschrot reingebaut und auf die Kühlerhaube diesen Totenschädel gesprüht!
Michael: Ihr seid echt krank Jungs! Ihr schaut zuviel Filme die nicht gut für euer Alter sind!
Josh: Quatsch! Wer lädt sich denn immer die Filme runter?!
Michael: Hey, nich so laut! Wenn das jemand hört!
Chad: Hey, alle mal herhören! Dieser Junge lädt sich Filme aus dem Internet runter! Habt ihr es gehört?!

Joe: Halt deine Fresse! Wir wollen hier in ruhe essen und nicht von euren neu gesammelten Pornofilme hören!

Marita: Hey Jungs, gehts auch ein bißchen leiser?! Wer bekommt den Burger?
Josh: Ich!
Michael: Die Pizza ist für mich und die Limonade.
Marita: Hier süsser, ein extra großes Glas.
Michael: Danke! Wollt ich aber nicht...
Marita: Das ist von dem netten Mann dort, an der Bar...



Dunkelheit.

Es geht los, wir werden mit Bilder konfrontiert, die uns denken lassen sollen, wir befinden uns in einem Kino in den 70iger. Die Musik klingt wie von einem alten Tonband, welches sich bald verabschieden wird. Es geht los.
In typisch Tarantino Lettern wird uns gezeigt wer in diesem durchgeknallten Film alles mitspielt. Und dann gehts los! Ein Film, den ich so noch nie gesehen habe!

Ich war von der ersten bis zur letzten Minute total begeistert. Für einen absolventen der Filmhochschule wäre dieser Film Schnitt- und Farbtechnisch der Worst-Case gewesen. Aber in Anlehnung an die alten Grindhousfilme der 60iger und 70iger Jahre ist es so gewollt. Dieser Film ist nur was für Tarantino Fans. Denn ein normaler Kinobesucher würde nach der gefühlen 1 Stündigen Anfangszene fluchtartig den Saal verlassen. Was mir am meisten am Film gefallen hat, war zum einen die sehr geniale Kamera, hier hat der Regisseur persönlich Hand angelegt und dann der gewollt "schlecht" Schnitt. Wie auch bekannt aus seinen anderen Filmen beiweist auch hier Tarantino seinen guten Musikgeschmack und gespür, wann er welchen Titel wann einsetzt!

Negativ bewerte ich die meist zu langen Dialoge, die auch typisch für Tarantino sind. Glücklicherweise hat er es geschafft, bevor man fast weggenickt wäre, dann doch wieder action reinzubringen. Alles in allem kann man sagen, dieser B-Movie ist ein gelungener A-Movie

4 von 5 Punkten.


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LAUNE: total durchgedreht
MUSIK: --
SEITE: Death Proof
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Mittwoch, Mai 16, 2007

Das Mädchen, das die Seiten umblättert.

La tourneuse de pages. F 2006. R,B: Denis Dercourt. B: Jaques Sotty. K: Jérôme Peyrebrune. S: François Gédigier. M: Jérôme Lemonnier. P: Michel Saint-Jean, Tom Dercourt. D: Catherine Frot, Déborah François. Pascal Greggory u.a. 85 Min. Alamode ab 3.5.07



Die einfachen Eltern der zehnjährigen talentierten Klavierspielerin Mélanie wollen ihr eine musikalische Ausbildung ermöglichen. Als diese jedoch bei einem Vorspielen vor einer Jury durch die Interesselosigkeit der berühmten Pianistin Ariane Fouchécourt aus dem Konzept und somit um die ihr so wichtige Aufnahme in ein Konservatorium gebracht wird, beschließt sie, nie mehr in ihrem Leben Klavier zu spielen. Etwa zehn Jahre später findet sie sich - ob Zufall oder nicht - als Praktikantin in der erfolgreichen Anwaltskanzlei des Ehemannes der Pianistin wieder, bietet ihm an, auf seinen Sohn aufzupassen, erringt das Vertrauen seiner Frau, die sie natürlich nicht erkennt, und übernimmt für sie die vertrauensvolle Aufgabe der Seitenumblätterin. Ein sinistrer Rachefeldzug beginnt.

Quelle: Schnitt Magazin

Dieser Film ist einfach wunderbar. Es gibt viele laute und furchtbar schreckliche "Rachefilme", welche ich hier nicht alle aufzählen mag. Dieser jedoch unterscheidet sich gewaltig von allen. Hier wird nicht laut gegen das Böse gekämpft, nein, in diesem Film lässt man sich Zeit und Ruhe um seinen Rachefeldzug durchzuführen. Dieser Film funktioniert nur so in Europa. Weil man sich hier noch Zeit für das Wesentliche und das Subversive nimmt und man nicht alles erklärt und einfach vor die Füsse geworfen bekommt. Der Film ist von Anfang bis Ende gut durchdacht und an keiner Stelle langweilig. Das Spiel von Déborah François ist einfach wunderbar. Selten, dass eine Schaupielerin nur mit Mimik soviel sagen kann. Jodie Foster würde mit bedeutungsschwangerer Betroffenheitsschauspielerei versuchen, wieder eine Oscar zu bekommen, was ihr aber nie mehr gelingen wird. Das amerikanische Kino bläht ja bekanntlich alles bis zur unkenntlichkeit auf, so dass es eine riesengroße Show wird, und dabei vergessen wird, eine Geschichte zu erzählen

Fazit, ein feiner, in keinster Weise überproduzierter Hollywoodschinken seiender Film, der intelligent, kurzweilig und absolut sehens- und hörenswert ist.

Ich gebe dem Film 5 von 5 Punkten.


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LAUNE: überrascht
MUSIK: Schubert
SEITE: IMDB Germany
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Donnerstag, April 19, 2007

Sunshine

GB 2007. R: Danny Boyle. B: Alex Garland. K: Alwin H. Kuchler. S: Chris Gill. M: Karl Hyde, John Murphy, Rick Smith. P: DNA Films. D: Cillian Murphy, Michelle Yeoh, Chris Evans u.a. 95 Min. Fox ab 19.4.07




Im Jahr 2057 ist es dann ganz plötzlich soweit, die Sonne verliert ihre Kraft, beginnt zu erlöschen. Auf der Erde wird es kalt und dunkel. Jeder Stern muß einmal sterben, und nun ist unserer dran.


so der plot des ganzen. klingt erstmal nicht weiter aufregend, ist es aber! was uns hier wieder das supergespann boyle/garland serviert, zeigt uns auf ein neues aber weniger langweiliger art und weise, wie menschen in gruppen funktionieren. nämlich gar nicht. jeder will, auch wenn es niemand direkt zugibt, der "anführer" sein. in den meisten fällen ist es auch so, dass jeder was sagen will aber für seine taten nicht gerade stehen will. so ist es bei "sunshine" nicht. es werden fehler gemacht, so große, dass die menschheit dadurch gefärdet ist. es wird aber für seine tat eingestanden.

sunshine ist eine schöne charackterstudie. was passiert, wenn eine kleine gruppe, hochdekorierter wissenschaftler über monate hinweg ein ziel vor augen haben, aber merken müssen, dass die wissenschaft, wissenschaft ist und man eigentlich doch ein mensch ist und dummerweise auf bauchgefühle und mitmenschlichkeit hört, anstatt alles aus wissenschaftlicher perfekten weise zu sehen und zu handeln.

alex garland reißt dieses thema geschickt an und gibt uns vorlagen, wo wir selber entscheiden können, ist die welt auf natürliche art und weis entstanden oder durch die hirngespinnste der menschlichen angst und dafür haben sie gott erschaffen, der die welt erschaffen haben soll. wer im zweifel ist, sollte den film schauen und er wird, wie ich finde, mit der antwort vertraut, die er hören will.

danny boyle setzte diese sehr realwirkende scifi geschichte in wunderschönen schnörkellosen bildern um. ohne ecken und kanten, ohne mit übertriebenen sfx zu prollen. die bilder sind berauschend, teilweise erschreckend, subtil, auf possitive art und weis nervend und sehr künstlerisch dargestellt. dieser düstere, trotz ständig hellen bildern seiende film ist beklemmend und befreiend zugleich. man geht mit einem wohligen und doch flauen gefühl aus dem kino und weiß, man hat einen sehr durchdachten, wunderbaren film gesehen.

ich gebe dem film 5 von 5 punkten.

LAUNE: positiv verstört
MUSIK: -
SEITE: Offizielle Seite von Sunshine
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Sonntag, März 25, 2007

Bobby

USA 2006. R,B: Emilio Estevez. K: Michael Barrett. S: Richard Chew. M: Mark Isham. P: Bold Films, Estevez Productions. D: Emilio Estevez, Anthony Hopkins, Demi Moore, Sharon Stone, Elijah Wood, Helen Hunt, Christian Slater, William H. Macy u.a. 120 Min. Kinowelt ab 8.3.07



dieser film ist ähnlich wie "the million dollar hotel" von wim wenders. die ganze story spielt sich in einem hochdekorierten hotel ab. diesmal aber nicht im million dollar hotel sondern im ambassador. dieses ist ein wahrhaft prominenter bettentempel. dort nächtigen große stars wie anthony hopkins, william h. macy, sharon stone, lindsay lohan, elijah wood und und und. und alle schlafen oder arbeiten dort im jahre 1968, am 5. juni. an jenem tag an welchen robert f. kennedy erschossen wurde. in diesem hotel.

die geschichte erzählt viele kleine einzelne geschichten, man könnte fast meinen, es handle sich um ein episodenfilm. da er aber durch einen sehr guten und tollen schnitt so genial zusammengestellt ist, ist es eine ganze komposition geworden, die, was eine komposition so an sich hat, alle fäden zusammen fließen lässt. dieser film unterhält auf einem hohen niveau. das timing ist perfekt, man hat nicht einmal den eindruck "zugelabert" zu werden. hier stimmt alles. perfekt ist auch das zusammenspiel aus originalen material mit neu gedrehten. dieses durften wir ja schon in einem anderen tollen film bewundern, der auf den titel "the good german" hört.

großes lob auch an die garderobe und die maske. besonderes lob an frau stone und frau moore. sie sehen wirklich aus, wie aus den 60igern. und selbst helen hunt sieht aus, als wäre sie in den 60igern lebend. alles in allen ist "bobby" ein toller film, der die menschheit wieder daran erinnern soll, jeden menschen gleich zu behandeln und nicht nach rassen und hautfarbe zu unterscheiden.

der film erhält von mir 5 von 5 punkte.


LAUNE:gut
MUSIK:simon and garfunkel
SEITE:http://www.bobby-the-movie.com/
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Mittwoch, März 14, 2007

The Good German and the ungood German Kritiker

USA 2006. R: Steven Soderbergh. B: Paul Attanasio. K: Peter Andrews. S: Mary Ann Bernard. M: Thomas Newman. P: Warner Bros., Section Eight u.a. D: George Clooney, Cate Blanchett, Tobey Maguire, Robi Weigert u.a. 108 Min. Warner ab 1.3.07



(click to enlarge)

So, als aller erstes möchte ich den beiden Herren Blum und Elstermann sagen, dass ich diesmal die Bewertung für diesen Film von beiden für total beschissen halte!! Ich dachte immer es wären Cineasten, aber scheinbar doch nicht ganz!

Das sagt der feine Herr Elstermann:

Der amerikanische Journalist Jake (George Clooney) kommt ins zerstörte Nachkriegs-Berlin und stößt auf seine eigene Vergangenheit (verkörpert von der schönen Cate Blanchett als deutsche Edelhure), auf Verdrängung und eine große politische Intrige. Steven Soderbergh hat für diesen kunstvollen Film unendlich viel Mühe aufgebracht, um den Look der 40er zu erreichen – ein Wunder der Stilisierung. Doch dabei gehen ihm Figuren und Geschichte verloren. Für hartgesottene Cineasten ist es sicher ein Fest, den zahlreichen Anspielungen auf Filmklassiker nachzuspüren. Doch wer ins Kino geht, um gefesselt und unterhalten zu werden, wird sich bei diesem zu lang geratenen Film-Quiz wohl schnell langweilen.


Seine Bewertung: 1 von 5 Punkten!

Das sagt der feine Herr Blum:

George Clooney reist als Reporter ins Nachkriegsberlin und versucht nebenbei seine einstige Liebe wieder ausfindig zu machen - aber leider funktioniert hier weder die Love-Story, noch das politische Intrigen-Drama; Regisseur Stephen Soderberghs schwarz-weiße Hommage an die amerikanischen Filmklassiker der 40er Jahre bleibt fade, ist oft ziemlich wirr und auch unspannend, wirkt vor allem meist vollkommen steif:

So zitiert "The Good German" zwar zahlreiche Kinoklassiker, wie „Casablanca“, „Der dritte Mann“ oder Billy Wilders „A Foreign Affair", fällt hinter diesen großen Vorbildern aber schlicht meilenweit zurück. Bei der Wiederbelebung alter Film-Techniken hat Stephen Soderbergh nicht zuletzt die Romantik und die ganz großen Gefühle vergessen – ein fehlgeschlagenes Experiment das Ganze.


So meine lieben, und das sagt das Schnitt Magazin, und dessen Meinung bin ich auch und ist sogleich auch meine Kritik zu dem Film:

Das sagt das Schnitt Magazin dazu:
Ein Pauken- und Streichorchester donnert über das prächtige Retro-Logo der Warner Bros., dann prangen die Filmtitel in stilecht aufgedruckten Lettern über dem ersten prunkvoll-ausgewaschenen Schwarzweißbild des Films. Alles hier riecht nach Harry Lime und Rick’s Café, die Frauen so bleich wie die Kriegsruinen, die Schatten so lang wie die Kameraeinstellungen, die Rückprojektionen so antiquiert wie die Wipe-Überblendungen. Steven Soderbergh wollte einen Film im Stil der 1940er drehen, das hat er gemacht, und die Stilsicherheit und Perfektion, mit der er die Epoche einfängt, ist unbestritten.

Was von vielen Kritikern aber als konzeptuelle Eintagsfliege oder gar nur als visueller Gag abgetan wird, reicht in Wirklichkeit viel tiefer. Denn zum einen stellt der Regisseur (der hier als Peter Andrews auch wieder selbst die Kamera führte) keine reale Epoche nach, sondern ganz bewußt ein filmisches Zeitalter – er will nicht an Churchill und die Wochenschauen erinnern, sondern an Bogart und Bacall. Aus den überbelichteten Bildern, weit weg von der silbrigen Brillanz moderner Schwarzweißfilme, spricht weniger die Nostalgie nach einer vergangenen Epoche als vielmehr die Sehnsucht nach einer zeitlosen Methode des Filmemachens – zeitlos, weil der Zuschauer sie nicht neu erlernen muß, sondern noch aus den nächtlichen Wiederholungen der Filmklassiker kennt. Das zweite Mißverständnis liegt darin, daß selbst diese rein fiktive Epoche von Soderbergh keineswegs sklavisch kopiert wird: Schon in einer der ersten Szenen wird heftiger Geschlechtsverkehr gezeigt, in der Folge wird ohne Umschweife über Prostitution und Vergewaltigung geredet und ordentlich herumgeflucht – alles moralische Aussetzer, die in den Zeiten des Hayes-Codes undenkbar gewesen wären. Hier wird also weniger Hommage betrieben als eher eine korrigierende Art der Filmgeschichtsklitterung, eine stilistische Richtigstellung durch eine thematische und moralische Modernisierung.

Bedeutsamerweise sind dabei nicht nur die üblichen Verdächtigen wie Kamera, Licht und Kostüme die hauptsächlichen Komplizen Soderberghs, sondern vor allem auch seine Schauspieler, die auf die ungewöhnlich statischen und wohlkadrierten Kameraeinstellungen mit der genau richtigen Mischung aus Langsamkeit und Lässigkeit reagieren. Zudem hat vor allem die wieder einmal atemberaubende Cate Blanchett überraschende Mittel und Wege gefunden, eine weitere Ebene in ihre Darstellung einzubeziehen: Sie spielt weniger den ihr zugeteilten Charakter, die zwielichtige Kriegswitwe Lena Brandt, sondern in erster Linie eine 1940er-Jahre-Schauspielerin, die wiederum Lena Brandt spielt. Nachdem sie in Scorseses "Aviator" schon Katherine Hepburn kongenial wiedererweckte, komplett mit Knickerbocker-Hosen, meckerndem Lachen und rauhem New-England-Akzent, variiert sie in "The Good German" nun eine Prise Lauren Bacall, eine Spur Rita Hayworth und eine ganze Handvoll von Marlene Dietrichs finsterem Schauspiel in "Touch of Evil". Neben ihr glänzt der heutzutage viel zu brav besetzte Maguire als Peter-Lorre-Verschnitt, Clooney in typischem Cary Grant-Modus und die wundervoll spritzige Robin Weigert als eine Art sarkastische Wiedergängerin von Lilo Pulver.

Mit seinen wechselnden Voice-Over-Erzählungen, den kargen, zitierbaren Dialogen und Filmküssen, die noch fünfzehn Sekunden dauern, lockt "The Good German" die Nostalgiker in eine cineastische Falle, nur um ihnen dann zu zeigen, wie man das Goldene Zeitalter des Hollywoodkinos wiederbeleben kann, ohne sich in der reinen Hommage zu verlieren. Erst mit seinen Schauspielern aber, die noch dem anachronistischsten Verharren in antiquierten Posen einen glaubhaften Charme verleihen, wird daraus eine faszinierende Studie über die Vergangenheit des Kinos und das Kino der Vergangenheit.
Source: fritz.de | radioeins.de | schnitt.de

Ich gebe den Film 5 von 5 Punkten!
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Mittwoch, Februar 28, 2007

Pans Labyrinth

El Laberinto del Fauno. MEX/E/USA 2006. R,B: Guillermo del Toro. K: Guillermo Navarro. S: Bernat Vilaplana. M: Javier Navarrete. P: Warner Bros., Tequila Gang, Espernato. D: Ivana Baquero, Doug Jones, Sergi Lopez, Ariadna Gil u.a. 119 Min. Senator ab 22.2.07



Heute war ich also zu "Pans Labyrinth". Welches ja bei den Oscars mit dreien bedacht wurde. Viele wünschten sich ja noch den vierten für den besten nicht englischsprachigen Film. Welches aber nicht berechtigt währe - meiner Meinung nach. Der Grund ist einfach. Dieser Film spricht mich in keiner Weise an. Ich mag keine Kriegsfilme und ich mag keine Filme a la "Der Herr der Ringe". Und genau das ist es, was in Pans Labyrinth auf einander trifft.

Die Story ist einfach und kurz erzählt. Kleines Mädchen wächst ohne Vater auf. Mutter wurde, weil sie einsam ist, von einem Mann geschwängert, der sie nur als Brutmaschine sieht und darauf wartet, dass das Baby, welches glücklicherweise ein Junge wird, endlich entbindet, um seinen Namen und seine Ehre weiter zu geben. Das Mädchen wird nun gezwungen bei ihrem neuen Vater aufzuwachsen, welche sie aber nicht als ihre Vater sieht. Und so flüchtet sie sich in ihre eigene Phantasiewelt, welche sie sich durch lesen von Büchern über Feeen und andere Märchengestalten stärkt. In dieser Phantasiewelt trifft sie auf Feeen und auf den Pan. Also nicht der Herr Pan der auf dem Vornamen Peter hört. Eine sehr hässliche Gestalt die sehr Widderähnlich aussieht. Diese Gestalt also der Pan, will sie wieder zurück in die nicht Menschliche Welt holen. Denn sie ist angeblich eine Prinzessin, die vor Jahren aus der Fehenwelt entfloh, weil sie unbedingt in die Menschenwelt wollte. In dieser verlor sie aber, geblendet von der Sonne, ihr Gedächtniss und ward vortan eine Sterbliche - und verstarb. Ihre Seele aber sollte weiter leben und so sollte es dann auch sein. Das Mädchen muss, um in die Feeenwelt wieder zurückzukehren drei Aufgaben lösen. Wie auch im Realen leben. Ob es ihr gelingt? ...

Die Dialoge. Hm, vielleicht sprach man ja so in den 1940iger Jahren. Oder man hatte sich nicht mehr zu sagen oder war einfach nicht gebildet genug um ordentliche Sätze zu sprechen. Aber die Dialoge waren sehr einfach. Da fand ich die in "Dirty Dancing" teilweise toller...
Der Schnitt. Auch hier gibt es meinerseits was zu meckern. Augenscheinlich ist er toll. Es wurde sehr clever hin und her geschnitten von der Fehenwelt in die böse Menschenwelt. Aber sehr oft wurde der Schnitteffekt gewählt, wo die Kamera durch den Raum fährt, ein dunkler Gegenstand von rechts oder links ins Bild kommt und während die Kamera weiterfährt wurde "clever" die Szene gewechselt. Was ein oder zweimal ganz toll ist, aber bei ständiger Wiederholung nervig wirkt.

Jetzt aber...
Die Farben in "Pans Labyrinth" waren einfach sensationell! Wo ja eigentlich die Fehenwelt und die Menschenwelt in eher dunkler Atmosphäre spielte, wirkte das Grün der Bäume oder die Kleider richtig kräftig und farbig. Die Special Effekte wurden viel aber gewählt eingesetzt, sodass man nicht "zugeballert" wurde und man es als angenehm entfand. Der Klangteppich war teilweise so real, dass man ein wenig Angst bekam. Aber dennoch sehr toll war.

Fazit...
Ein durchaus sehenswerter Film, welcher aber teilweise überbewertet wird. Er ist nicht so lächerlich wie manch anderer Phantasiefilm (Die Chroniken von...). Er ist aber auch nichts besonderes und man kann als Filmliebhaber auch weiter leben ohne diesen Film gesehen zu haben. Das Gute an diesen Film ist, er ist Spannend. Er lässt sich mit dem Plot wirklich bis zum Schluss Zeit und man hat überhaupt nicht das Bedürfniss kurz weg zu nicken. Der Grund dafür, die teilweise überlüssigen Szenen in der rohe Gewalt gezeigt wird. Ob es die Ernüchterung auf den Lala der Feeenwelt ziehlen soll mag ich nicht glauben. Denn da geht es auch ziemlich rabiat zu. Sieht man doch Fresken wo eine Gestalt, welches die Augen in den Handflächen hat?? Kinder mit den Dolch tötet. Na ja.. Guten Appetit liebe Nachokauer!

Ich gebe den Film 2 1/2 von 5 Punkten.

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Montag, Februar 26, 2007

79TH OSCAR AWARDS

Performance by an actor in a leading role

Leonardo DiCaprio - BLOOD DIAMOND
Ryan Gosling - HALF NELSON
Peter O'Toole - VENUS
Will Smith - THE PURSUIT OF HAPPYNESS
Forest Whitaker - THE LAST KING OF SCOTLAND

Performance by an actor in a supporting role

Alan Arkin - LITTLE MISS SUNSHINE
Jackie Earle Haley - LITTLE CHILDREN
Djimon Hounsou - BLOOD DIAMOND
Eddie Murphy - DREAMGIRLS
Mark Wahlberg - THE DEPARTED

Performance by an actress in a leading role

Penélope Cruz - VOLVER
Judi Dench - NOTES ON A SCANDAL
Helen Mirren - THE QUEEN
Meryl Streep - THE DEVIL WEARS PRADA
Kate Winslet - LITTLE CHILDREN

Performance by an actress in a supporting role

Adriana Barraza - BABEL
Cate Blanchett - NOTES ON A SCANDAL
Abigail Breslin - LITTLE MISS SUNSHINE
Jennifer Hudson - DREAMGIRLS
Rinko Kikuchi - BABEL

Best animated feature film of the year

CARS
HAPPY FEET
MONSTER HOUSE

Achievement in art direction

DREAMGIRLS
THE GOOD SHEPHERD
PAN'S LABYRINTH
PIRATES OF THE CARIBBEAN: DEAD MAN'S CHEST
THE PRESTIGE

Achievement in cinematography

THE BLACK DAHLIA
CHILDREN OF MEN
THE ILLUSIONIST
PAN'S LABYRINTH
THE PRESTIGE

Achievement in costume design

CURSE OF THE GOLDEN FLOWER
THE DEVIL WEARS PRADA
DREAMGIRLS
MARIE ANTOINETTE
THE QUEEN

Achievement in directing

BABEL
THE DEPARTED
LETTERS FROM IWO JIMA
THE QUEEN
UNITED 93

Best documentary feature

DELIVER US FROM EVIL
AN INCONVENIENT TRUTH
IRAQ IN FRAGMENTS
JESUS CAMP
MY COUNTRY, MY COUNTRY

Best documentary short subject

THE BLOOD OF YINGZHOU DISTRICT
RECYCLED LIFE
REHEARSING A DREAM
TWO HANDS

Achievement in film editing

BABEL
BLOOD DIAMOND
CHILDREN OF MEN
THE DEPARTED
UNITED 93

Best foreign language film of the year

AFTER THE WEDDING
DAYS OF GLORY (INDIGÈNES)
THE LIVES OF OTHERS
PAN'S LABYRINTH
WATER

Achievement in makeup

APOCALYPTO
CLICK
PAN'S LABYRINTH

Achievement in music written for motion pictures (Original score)

BABEL
THE GOOD GERMAN
NOTES ON A SCANDAL
PAN'S LABYRINTH
THE QUEEN

Achievement in music written for motion pictures (Original song)

"I Need to Wake Up" - AN INCONVENIENT TRUTH
"Listen" - DREAMGIRLS
"Love You I Do" - DREAMGIRLS
"Our Town" - CARS
"Patience" - DREAMGIRLS

Best motion picture of the year

BABEL
THE DEPARTED
LETTERS FROM IWO JIMA
LITTLE MISS SUNSHINE
THE QUEEN

Best animated short film

THE DANISH POET
LIFTED
THE LITTLE MATCHGIRL
MAESTRO
NO TIME FOR NUTS

Best live action short film

BINTA AND THE GREAT IDEA (BINTA Y LA GRAN IDEA)
ÉRAMOS POCOS (ONE TOO MANY)
HELMER & SON
THE SAVIOUR
WEST BANK STORY

Achievement in sound editing

APOCALYPTO
BLOOD DIAMOND
FLAGS OF OUR FATHERS
LETTERS FROM IWO JIMA
PIRATES OF THE CARIBBEAN: DEAD MAN'S CHEST

Achievement in sound mixing

APOCALYPTO
BLOOD DIAMOND
DREAMGIRLS
FLAGS OF OUR FATHERS
PIRATES OF THE CARIBBEAN: DEAD MAN'S CHEST

Achievement in visual effects

PIRATES OF THE CARIBBEAN: DEAD MAN'S CHEST
POSEIDON
SUPERMAN RETURNS

Adapted screenplay

BORAT CULTURAL LEARNINGS OF AMERICA FOR MAKE BENEFIT GLORIOUS NATION OF KAZAKHSTAN
CHILDREN OF MEN
THE DEPARTED
LITTLE CHILDREN
NOTES ON A SCANDAL

Original screenplay

BABEL
LETTERS FROM IWO JIMA
LITTLE MISS SUNSHINE
PAN'S LABYRINTH
THE QUEEN

source: oscar.com

orange: meine favoriten
grün: die gewinner

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Sonntag, Februar 11, 2007

Sie sind ein schöner Mann

Je vous trouve très beau. F 2006. R,B: Isabelle Mergault. K: Laurent Fleutot. S: Colette Beltran, Marie-Josèphe Yoyotte. M: Bob Lenox, Alain Wisniak. P: Gaumont. D: Michel Blanc, Medeea Marinescu, Wladimir Yordanoff, Laurent Fleutot u.a. 97 Min. Movienet ab 8.2.07


Landei verliebt sich in Ostfrau

Durch einen Stromschlag an der defekten Melkmaschine hat Aymé seine Frau verloren. Aber nicht die Trauer erdrückt ihn, sondern die Arbeit auf dem Hof, die alleine kaum zu schaffen ist. Er muss dringend eine neue Frau finden, aber in seinem Dorf ist die Auswahl sehr beschränkt. Also wendet er sich an ein Ehevermittlungsinstitut. Die Chefin des Institutes merkt sehr schnell, dass ihn nicht die Sehnsucht treibt, sondern sein zweckorientiertes Denken. Sie schickt ihn nach Rumänien, wo es genügend Frauen geben soll, die zu allem bereit sind, um nur dem Elend zu entkommen.
In Rumänien trifft Aymé seine Elena und er ahnt nicht, wie sehr sich sein Leben verändern wird.
Fazit:
ein sehr schöner und typischer französischer film. der typische duktus den wir von den franzosen kennen, wurde auch in der sehr guten synchronisation übernommen! sehr gut! ein hoch, wieder, auf die deutschen synchronisationen. der film oder viel mehr die story ist sehr seichte kost. würde der film in england spielen und mit deutschen abm-schauspielern besetzt, könnte man meinen, der stoff kommt von rosamunde pilcher. der protagonist spielt sehr amüsant, und naiv ohne dumm zu wirken. man könnte meinen, er ist luis de funet - light.
sehr sehenswert auf jedenfall sind die mehr oder weniger tollen landschaftsaufnahmen. sie widerspiegeln die typische bäuerische abgelegenheit der franzosen. was noch auffällt, man hat auf kleine details geachtet, wie krümel auf den küchentisch oder alte zerwohnte möbel, typisch eben für einen bauern.

den film kann man sich anschauen, oder nicht. aber eins bleibt, wieder mal einen tollen europäischen nicht deutschen film gesehen zu haben.

Der Film erhält von mir 2 ½ von 5 Punkten.

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